IT Trends 2021

Covid19 hat die Digitalisierung in einem Ausmaß beschleunigt, das vorher kaum vorstellbar war. Unternehmen, die vorher schon gut aufgestellt waren, mussten nachlegen, um für mehr Angestellte Homeoffice zu ermöglichen und Unternehmen, die sich mit Digitalisierung noch nicht beschäftigt hatten, mussten damit starten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. So hat eine globale Pandemie geschafft, was zuvor nur schleppend ging: Digitalisierung in deutschen Unternehmen vorantreiben. Aber natürlich, wir sind noch lange nicht am Ende und mit dieser Weiterentwicklung entstehen auch ganz neue Herausforderungen. 

Eine Studie hat nun die IT Trends 2021 zusammengestellt, die stark mit dieser Entwicklung verzweigt sind. Sie gibt Aufschluss darüber, wo die Nachfrage gestiegen ist, welche Technologien populärer werden und worauf Unternehmen achten sollten. Hierfür wurden die Daten von über 30.000 Unternehmen und 65.000 Freelancer:innen aus der Tech-Branche ausgewertet, insbesondere für Frankreich, Spanien und Deutschland. So viel sei gesagt: der digitale Wandel ist noch lange nicht vorbei. 

Besonders für die IT-Infrastruktur, die Entwicklung neuer Anwendungen und IT-Sicherheit bedeutete Corona gesteigerte Anforderungen auf Unternehmensseite. Es ist wichtig, dass im Homeoffice nicht nur das gesamte Team in der Lage ist, digital zu arbeiten, sondern dass dies auch den Sicherheits- und Regulierungsanforderungen genügt. Besonders der geliebte Datenschutz spielt hierbei wieder eine wichtige Rolle. Aber auch Anwendungen, welche die Zusammenarbeit und Effizienz der eigenen Teams und Mitarbeiter:innen fördern, haben an Popularität gewonnen.  

Für die IT Trends 2021 bedeutet das im Umkehrschluss zwei Dinge: 

Die von Unternehmen gesuchten und nachgefragten Fähigkeiten sind zunehmend spezialisiert 

Und 

Ökosysteme in der Cloud wachsen in Popularität, erfordern aber auch tiefere Kenntnisse und Fähigkeiten.  

Nur weil die Nachfrage nach diesen Dienstleistungen steigt, heißt das leider nicht, dass auf dem Arbeitsmarkt plötzlich Tausende neuer IT-Talente darauf warten, eingestellt zu werden. Im Gegenteil, der Trend der IT-Branche setzt sich weiter fort: Qualifiziertes Personal ist rar. Nicht nur darum setzen Unternehmen mehr und mehr auf externe Expertise. Auch aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit in den letzten Monaten setzten mehr Unternehmen auf die kurzfristige und flexible Unterstützung von externen IT-Spezialist:innen in Form von Freelancer:innen.  

Die Top 2 IT-Trends 2021 

No-Code und Low-Code Plattformen  

Ein Trend der besonders in den letzten Monaten an Fahrt aufgenommen hat, heißt No-Code und Low-Code. Das bedeutet, dass mit nahezu keinerlei Programmierung digitale Anwendungen, Apps oder Services entwickelt werden können. Der Vorteil hiervon liegt klar auf der Hand: Unternehmen können den Fachkräftemangel punktuell umgehen, indem die Erstellung von Prototypen sowie Tests neuer Produkte vereinfacht werden und so auch ohne IT-Spezialist:innen von internen Teams realisiert werden können.  

Das ist besonders attraktiv für kleine und mittelständische, aber auch sehr kleine Unternehmen. No-Code und Low-Code Plattformen bestechen besonders durch ihre leichte Handhabung und die Geschwindigkeit, mit der neue Entwicklungen durchgeführt werden können. Darum eignen sich solche Services perfekt für Prototypen, Tests und iterative Weiterentwicklung.  

Low-Code und No-Code profitieren also davon, dass IT-Kenntnisse immer nachgefragter, aber auch knapper werden. Zudem gibt es eine große Bandbreite an Produkten, die nahezu alle Wünsche abdecken: Websites, Marktplätze, E-Commerce, Mobile Apps oder auch Datenbanken, wie etwa Airtable.  

Besonders beliebt sind allerdings No-Code und Low-Code Automatisierungs-Plattformen, da sie die Produktivität, insbesondere für Growth- und Marketing-Teams bedeutend fördern können. Solche Automatisierungs-Plattformen verbinden bereits genutzte Anwendungen, wie CRM, E-Mails, Datenbanken oder Buchhaltung miteinander. So wird der Datenfluss automatisiert und Daten müssen nicht mehr händisch kopiert und eingefügt werden. Wir haben hier bereits eine Liste der Top No-Code Automatisierungstools zusammengestellt

Cloud Plattformen wachsen weiter 

Die Migration in die Cloud wurde ebenfalls durch Corona nochmals beschleunigt. Wachsende Nachfrage für Homeoffice bedeutete auch, dass Cloud-Anwendungen häufig nützlicher sind. Mit diesem Anstieg der Cloud-Technologie wächst natürlich auf die Nachfrage für Profis auf diesem Gebiet. Insbesondere Data Analysten, Cloud-Architekten oder Architekten für IT werden häufig nachgefragt, aber deutlich weniger häufig unter Freelancer:innen angeboten. Hinzu kommen altbewährte Anforderungen an Data Engineers, Software Ingenieur:innen oder CRM Berater:innen.  

Hier tun sich teilweise riesige Lücken zwischen Angebot und Nachfrage auf. Und natürlich, auch in diesem Bereich sind die Anforderungen an den Datenschutz besonders hoch. Dass Cloud-Services per se unsicherer sind als On-Premise Software ist jedoch ein Mythos. Die Entwicklung geht auch damit einher, dass besonders kleine und mittlere Unternehmen in der Krise zum Großteil von zu Hause aus arbeiteten.  

Für beide dieser IT Trends 2021 gilt jedoch, dass die Entwicklungen und Nachfrage stark branchenabhängig sind. Während viele Branchen mit Unsicherheit, Markteinbrüchen oder gar Insolvenzen zu kämpfen hatten, erlebten Branchen wie die Pharmazie oder der E-Commerce einen starken Aufschwung. Sie konnten die digitale Transformation weiter voranbringen, jedoch nicht verhindern, dass die Löhne für Freelancer:innen einen Einbruch erlitten.  

Dennoch wuchs die Nachfrage nach Tech-Expert:innen besonders in den Bereichen Infrastruktur und Sicherheit, inhaltsbezogenes Marketing, SEO-Management, Krisenkommunikation, Design (UI und UX) und Personalwesen. Ganz konkret bedeutet das, dass die beiden Programmiersprachen Python und TypeScript an Popularität gewannen. Python Anwendungen werden häufig für Data Science und Machine Learning verwendet und überzeugt durch die Einfachheit des Programmierens sowie die Produktivität. Typescript hingegen profitiert von der zunehmenden Popularität von Microsofts Visual Studio Code.  

Was bedeuten diese IT Trends 2021 für Unternehmen? 

Im Prinzip bestätigen diese IT Trends 2021 altbekannte Fakten: Der Markt für IT-Spezialist:innen ist knapp und wird noch knapper. Die erhöhte Nachfrage auf Unternehmensseite geht nicht in der gleichen Geschwindigkeit einher mit einem wachsenden Angebot. Genau darum jedoch steigt die Bedeutung von externen Dienstleister:innen und Freelancer:innen, die einen akuten Mangel überbrücken und begleiten können. Zudem sind sie meist unabhängig, sind es aus dem Projektgeschäft gewohnt, sich flexibel an neue Bedingungen anzupassen und können neue Blickwinkel für Unternehmen eröffnen.  

Verbinden wir die beiden Trends Cloud- und No-Code sowie Low-Code Plattformen miteinander, dann fallen schnell zwei Software-Anwendungen ins Auge, die ebendies abdecken: Zapier und Integromat. Sie beide sind Low-Code Automatisierungs-Plattformen, die es sich zum Ziel gemacht haben, Tausende von Cloud-Anwendungen miteinander zu verknüpfen. So schaffen Unternehmen automatisierte Datenflüsse, optimieren die eigenen Prozesse und steigern die eigene Produktivität.  

Als unabhängige Automatisierungs-Agentur bieten wir ebendiese Services an: Prozessanalyse, -optimierung und anschließende Automatisierung mit genau den Anwendungen und Apps, die du nutzt. Gemeinsam finden wir individuelle Lösungen, die flexibel und skalierbar sind. Kontaktiere uns gern. 

Zu der Methodik der Studie: 

Die Plattform für Freelancer:innen Malt aus Frankreich hat die Daten von über 30.000 Unternehmen und 65.000 Freelancer:innen für Tech und Data in Frankreich, Spanien und Deutschland ausgewertet. Die Erkenntnisse basieren auf mehr als 500.000 Suchanfragen auf dem Marktplatz und den Profilen der Freelancer:innen. Die Angaben zu Unternehmensgrößen basieren auf den Daten von mehr als 13.000 Aufträgen in 2020.